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Das Raetsel von Tunguska
30. Juni 1908. 7.15 Uhr. Über Irkutsk wölbt sich ein wolkenloser Morgenhimmel.
Plötzlich schiesst eine Feuerkugel flach über die Stadt hinweg.
Knallend und knatternd verschwindet sie nach Nordwesten. Sie fliegt über die Taiga, bis sie Vanovara erreicht,
eine kleine Handelsstation an dem Fluss Podkamennaya Tunguska, die "Steinige Tunguska".
Dort dreht die Kugel plötzlich nach Norden 7 Uhr 16.
Ein greller Blitz spaltet den Himmel. Feuersäulen steigen auf. Der Boden bebt.
Donnerschlag folgt auf Donnerschlag. Ein Sturm tobt los. In Vanovara bersten die Fenster,
Menschen werden zu Boden geschleudert, ein Hitzeschwall fegt über das Land.
Der Orkan reißt die Zelte der Ewenken fort. Hirtenhunde und Rentiere verbrennen zu Asche.
In einem Gebiet, so groß wie das Saarland, werden 80 Millionen Bäume entwurzelt, entastet, geknickt.
Die Explosion von Tunguska setzt die Energie von 1000 Hiroshima-Bomben frei. Ursache: unbekannt.
Deshalb sind seit 1928 rund 40 Expeditionen auf Spurensuche gegangen.
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