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Objekt 302 - Der geheime NVA Atombunker
Eichenthal, das sind vier Häuser, einige Straßenlaternen und eine betonierte
Wendeschleife. Hier, direkt an der historischen Grenze zwischen Mecklenburg
und Pommern, abseits im Flussmoortal der Trebel, dort wo sich Fuchs und
Hase auch heute noch "Gute Nacht" sagen, befindet sich ein geheimnisvoller
Bunker, der gegen jede Art von atomaren, biologischen und chemischen Angriffen
sicher sein sollte. Die unterirdische Troposhärenfunkstation 302 gehörte
zum streng getarnten, abhörsicheren Kommunikationsnetz "BARS" des Warschauer
Paktes. Die Besatzung hätte nach einem Atomschlag 24 Stunden im vollständig
hermetisierten Bunkerausharren können, bevor die Atemluft zur Neige gegangen
wäre. Unter Schutzlüftung hätte sich der Aufenthalt im Bunker auf ungefähr
vier Wochen ausdehnen lassen. Danach wären die Treibstofftanks leer und
die Lebensmittelvorräte erschöpft gewesen. Die atomare Wolke an der Oberfläche
hätte sich dann zwar verzogen, doch das ganze Areal wäre kilometerweit
zerstört und auf Jahrzehnte hin verseucht gewesen. 2004 - verschüttet,
geplündert, zerschlagen und geflutet - das Gelände samt Bunker bot einen
trostlosen Anblick. Doch heute werden an diesem Ort Führungen angeboten.
Die Besucher werden für die Themen Kalter Krieg und den Wahnsinn des atomaren
Wettrüstens sensibilisiert. Mit nachhaltiger Eindringlichkeit vermittelt
dieser Bunker seinen Besuchern mehr als nur eine Ahnung vomKrieg. Egal
welchen!
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